Blitzen in der Tierfotografie

Ein No-Go in der Tierfotografie: Blitzen!

 

Ich erlebe es oft, wenn ich unterwegs bin, dass die Leute das Smartphone zücken und ihre Tiere mit Blitz fotografieren. Aber auch Menschen mit einer guten Ausrüstung, wie einer Spiegelreflexkamera, tun dies immer wieder. Warum?

Meiner Meinung nach aus Unwissenheit und gewiss auch einer ganzen Ration Faulheit, warum sich mit Einstellungen wie Iso-Zahlen, Belichtungszeiten und Blendenzahlen auseinandersetzen? Die teuere Kamera muss das doch schließlich auch alleine können, man hat doch genug dafür bezahlt.

Richtig ist sicher, dass eine Kamera in der Automatikeinstellung in Standardsituationen ganz gute Bilder macht, aber sobald die Lichtsituationen schwieriger und die Ansprüche des Fotografen höher werden, reicht das bei weitem nicht mehr aus. Aber dieses Thema werde ich noch in einem separaten Artikel bearbeiten, es würde hier den Rahmen sprengen und auch am Thema vorbeigehen.

Fakt ist, dass ein eingebauter Kamerablitz, egal wie gut bzw. teuer die Kamera ist, ein Tier, welches z.B. im Zoo oder auch auf der Hundewiese angeblitzt wird und dessen Aufnahmeabstand nicht oft über meist über 10 Meter liegt, dieses einfach gar nicht erreichen kann!

Sitzt das Tier zufällig doch in der Reichweite des Blitzes wird man auf den Fotos mit roten oder grünen Augen „belohnt“. Hinzu kommt, dass man den Tieren mit dem Blitzen keinen Gefallen tut oder ihnen sogar schaden kann.

 

Blitzen in der Tierfotografie zerstört so manches schöne Motiv!

In der Haustierfotografie sehe ich das Blitzen als absolut unnötig an, auch Indooraufnahmen gelingen mit etwas Übung ohne Blitz. Muss es dennoch ein Blitz sein, dann kann hier ein Blitzgerät, ein sogenannter Aufsteckblitz eine gute Alternative sein.

Mit diesem muss man das Tier nicht direkt anblitzen und schont es somit. Da mit diesem Blitzgerät indirekt (an die (weiße) Zimmerdecke gerichtet) geblitzt wird, welche das Licht reflektiert, sollte es genug Licht geben, um das Haustier relativ gut auszuleuchten.

Ich habe zum oben geschriebenen nun einige Beispielaufnahmen vorbereitet:

Ein Foto aus den Anfängerjahren….ja auch ich habe Anfangs Fehler gemacht! Durch den direkten Blitz hat Meerschweinchen Tommy hier rote Augen, obwohl er in Wirklichkeit wunderschöne schwarze Knopfaugen hatte.

 

Bei Katzen und Hunden sehen die verblitzten Augen eher grün aus:

 

Diese Aufnahme ist mit einem externen Blitzgerät entstanden (indirektes Blitzen mittels an die Decke ausgerichtetem Blitzgerät). Hier sieht es schon deutlich natürlicher aus:

 

Und zu guter Letzt eine Aufnahme ganz ohne Blitz, die Augen sehen natürlich aus und spiegeln die Umgebung wieder:

Bei keinem meiner Shootings werdet ihr erleben, dass ich den kamerainternen Blitz verwende. Und den Aufsteckblitz nur, wenn es gar nicht anders geht… zum Wohl Eurer Tiere und für schönere Fotos!

 

Fazit: Blitzen sollte in der Tierfotografie die absolute Ausnahme sein!

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