Test: Fotobuch SaalDigital

 

Test: Fotobuch SaalDigital

 

Ich durfte das Fotobuch von SaalDigital im Wert von EUR 40,00 kostenlos testen. Vielen Dank dafür!
Hier kommt nun mein, wie ausdrücklich gewünscht, ganz ehrlicher Erfahrungsbericht:

Ich entschied mich für das Buch im Format 19 * 19 cm mit glänzendem, unwattiertem Cover, inklusive des Standardbarcodes, mit 42 Innenseiten in matt. Es war nicht mein erstes Fotobuch, welches ich erstellte, wohl aber mein erstes Fotobuch von SaalDigital. Die Software war leicht zu installieren.

 

 

Als ausgebildete Mediengestalterin habe ich schon mit verschiedenen Gestaltungs- und Layoutprogrammen gearbeitet. Trotzdem dauerte es nach dem ersten Start ein wenig, bis ich mich zurechtfand. Doch dann waren die ersten Bilder relativ schnell importiert und platziert. Ich habe die Gestaltung hier recht einfach gehalten, damit die Fotos im Vordergrund stehen, dieses Buch soll unter anderem auch dafür dienen, es meinen Kunden als Muster zu präsentieren. Um die Qualität gut beurteilen zu können, habe ich bewusst viele verschiedene Motive, welche in den verschiedensten Lichtsituation mit verschiedenen Kameras und Objektiven während der letzten 10 Jahre aufgenommen wurden, ausgewählt.

 

 

Während der Gestaltung positiv aufgefallen sind mir:

+ die Vielfalt der Farben und Muster zur Hintergrundgestaltung
+ die Vielzahl der Cliparts, auch wenn ich nur wenige nutzen würde
+ die Desingvorlagen
+ die flexiblen Hilfslinien beim skalieren der Bilder
+ die flexiblen Seitenzahlen in 2-er-Schritten

 

Beim arbeiten habe ich allerdings einige Sachen vermisst:

– eine Rechtschreibkorrektur,
– die Möglichkeit in den Textboxen den Tabulator zu verwenden
– das automatische Einfügen von Seitenzahlen, wenn man es benötigt
– Horizontkorrekur bwz. ein Geradeausrichtenwerkzeug zum Finetuning der Bilder
– das Raster in Farbe und Abstand selbst einstellen zu können
– Schriftarten aus dem eigenen System einzubetten zu können
– detailiertere Hilfeseite bzw. Handbuch mit Suchfunktion
– eine größere Auswahl an Rahmen und Masken für die Fotoboxen

 

 

Der Bestellvorgang bei SaalDigital selbst war kinderleicht. Allerdings war der PC für den Upload knapp 2 Stunden blockiert, obwohl ich eigentlich keine “lahme Ente” habe. Die Möglichkeit der Online-Auftragsverfolgung finde ich gut, jedoch sollte diese Passwortgeschützt bzw. nur über ein Benutzerkonto verfügbar sein.

Nach 4 Tagen (Freitag abend bestellt – Dienstag angekommen) hatte ich das Buch bereits im Briefkasten. Das Buch war gut verpackt und hat den Transport unbeschadet überstanden. Schon das Cover zeigt die gute Qualität, alle Farben sind naturgetreu wiedergegeben. Die Bilder sind einfach nur toll anzuschauen. Der klitzekleine Barcorde stört in keinster Weise.
 

Beim Aufschlagen, eine kleine Entäuschung, die sich mir schon beim Gestalten andeutete: mir fehlt hier eindeutig das Vorsatzpapier. Man sieht auf den Fotos der Coverinnenseiten die Klebekanten, das schaut einfach nicht schön aus. Zudem nutze ich das Vorsatzpapier gern um bei zum verschenken gedachten Büchern einen handschriftlichen kleinen Gruß zu verfassen, das macht das Geschenk noch persönlicher.

Die nachfolgenden, ich sag jetzt mal, eigentlichen Buchseiten geben fast keinen Grund zu meckern. Einzig und allein die Bilder, die über den Bund gehen, finde ich nicht gelungen. Da ich eh kein Freund davon bin und diese auch nach den gestalterischen Maßgaben vermieden werden sollten, habe ich hier für den Test auch nur eine Seite über den Bund gestaltet, um ein optimales und neutrales Testergebnis geben zu können. Für mich ist der Bund im Bild deutlich sichtbar und somit störend.

Das Fotopapier der Buchseiten ist sehr stabil und damit knicksicher, Farben und Schärfe sind brillant und natürlich. Die matte Ausführung war eine gute Entscheidung.

 

Fazit:
Im Großen und Ganzen hat mich das Fotobuch überzeugt und ich werde es auch meinen Kunden zur Auswahl anbieten. Für Fotobuchgestaltungen mit viel Text würde ich dennoch zur Zeit andere Anbieter bevorzugen. Das SaalDigital-Fotobuch überzeugt, wenn die Fotos im Vordergrund stehen.

 

Blitzen in der Tierfotografie

Ein No-Go in der Tierfotografie: Blitzen!

 

Ich erlebe es oft, wenn ich unterwegs bin, dass die Leute das Smartphone zücken und ihre Tiere mit Blitz fotografieren. Aber auch Menschen mit einer guten Ausrüstung, wie einer Spiegelreflexkamera, tun dies immer wieder. Warum?

Meiner Meinung nach aus Unwissenheit und gewiss auch einer ganzen Ration Faulheit, warum sich mit Einstellungen wie Iso-Zahlen, Belichtungszeiten und Blendenzahlen auseinandersetzen? Die teuere Kamera muss das doch schließlich auch alleine können, man hat doch genug dafür bezahlt.

Richtig ist sicher, dass eine Kamera in der Automatikeinstellung in Standardsituationen ganz gute Bilder macht, aber sobald die Lichtsituationen schwieriger und die Ansprüche des Fotografen höher werden, reicht das bei weitem nicht mehr aus. Aber dieses Thema werde ich noch in einem separaten Artikel bearbeiten, es würde hier den Rahmen sprengen und auch am Thema vorbeigehen.

Fakt ist, dass ein eingebauter Kamerablitz, egal wie gut bzw. teuer die Kamera ist, ein Tier, welches z.B. im Zoo oder auch auf der Hundewiese angeblitzt wird und dessen Aufnahmeabstand nicht oft über meist über 10 Meter liegt, dieses einfach gar nicht erreichen kann!

Sitzt das Tier zufällig doch in der Reichweite des Blitzes wird man auf den Fotos mit roten oder grünen Augen „belohnt“. Hinzu kommt, dass man den Tieren mit dem Blitzen keinen Gefallen tut oder ihnen sogar schaden kann.

 

Blitzen in der Tierfotografie zerstört so manches schöne Motiv!

In der Haustierfotografie sehe ich das Blitzen als absolut unnötig an, auch Indooraufnahmen gelingen mit etwas Übung ohne Blitz. Muss es dennoch ein Blitz sein, dann kann hier ein Blitzgerät, ein sogenannter Aufsteckblitz eine gute Alternative sein.

Mit diesem muss man das Tier nicht direkt anblitzen und schont es somit. Da mit diesem Blitzgerät indirekt (an die (weiße) Zimmerdecke gerichtet) geblitzt wird, welche das Licht reflektiert, sollte es genug Licht geben, um das Haustier relativ gut auszuleuchten.

Ich habe zum oben geschriebenen nun einige Beispielaufnahmen vorbereitet:

Ein Foto aus den Anfängerjahren….ja auch ich habe Anfangs Fehler gemacht! Durch den direkten Blitz hat Meerschweinchen Tommy hier rote Augen, obwohl er in Wirklichkeit wunderschöne schwarze Knopfaugen hatte.

 

Bei Katzen und Hunden sehen die verblitzten Augen eher grün aus:

 

Diese Aufnahme ist mit einem externen Blitzgerät entstanden (indirektes Blitzen mittels an die Decke ausgerichtetem Blitzgerät). Hier sieht es schon deutlich natürlicher aus:

 

Und zu guter Letzt eine Aufnahme ganz ohne Blitz, die Augen sehen natürlich aus und spiegeln die Umgebung wieder:

Bei keinem meiner Shootings werdet ihr erleben, dass ich den kamerainternen Blitz verwende. Und den Aufsteckblitz nur, wenn es gar nicht anders geht… zum Wohl Eurer Tiere und für schönere Fotos!

 

Fazit: Blitzen sollte in der Tierfotografie die absolute Ausnahme sein!